Silvia

Sei es beim Zubereiten eines Birchermüeslis, beim Empfang der Gäste, beim Organisieren der Adresslisten oder beim Wäscheaufhängen – ich habe immer gerne in der Cà Stella gearbeitet und meine Zeit dort genossen. Schon als ich vor ein paar Jahren hier Gast war, war ich vom Charme des Hauses fasziniert. Vor allem an die individuelle Einrichtung jedes Zimmers und an das Frühstück im Garten erinnere ich mich gerne.

Cà Stella ist mir immer in Erinnerung geblieben, und ich träumte davon, eines Tages für eine Sommersaison die Leitung des Hauses zu übernehmen. Meine Arbeit und meine familiären Bindungen liessen dies aber nicht zu. Doch in jenem Sommer habe ich mir eine mehrmonatige Arbeitspause gegönnt und bei der Cà Stella nachgefragt, ob ich ein paar Wochen als Praktikantin mitarbeiten könnte. Daraus wurde ein wunderbarer Sommer, in dem ich von Mai bis September mehr als dreissig Tage „im Dienst“ war. Die freien Nachmittage verbrachte ich mit Ausflügen rauf und runter im Valle Maggia und in seinen Seitentälern. Diese Stunden, in denen ich oft alleine unterwegs war, haben meinen Geist und meine Seele gestärkt. Schritt um Schritt, beim Suchen und Entdecken neuer Wege, um danach wieder die Gäste des Hauses zu empfangen, einander zu erzählen, wie der Tag verlaufen ist und unerwartet in tiefe Gespräche verwickelt zu werden – noch heute träume ich von jenem Sommer im Valle Maggia.

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